Nicht der Zyklus bremst deine Leistung – sondern deine Erholung danach
Eine neue Laborstudie mit zehn Radsportlerinnen zeigt: Zwischen den Zyklusphasen unterscheidet sich die unmittelbare Leistungsfähigkeit kaum. Was sich deutlich unterscheidet, ist die Erholung in den 24 Stunden danach.
Zehn eumenorrhoische, trainierte Radsportlerinnen absolvierten fünf Laborbesuche: einen Ausgangstermin mit Stufentest und HIIT-Eingewöhnung während der Menstruation, danach je zwei Terminpaare in der späten follikulären Phase (LFP, zwischen Regelende und Eisprung) und der späten Lutealphase (LLP, eine Woche nach dem Eisprung). An HIIT-Tagen absolvierten die Teilnehmerinnen vor und nach dem Training einen 3-Minuten-Test, gaben ihre wahrgenommene Anstrengung (RPE) an und füllten Fragebögen zu Erholungsqualität (Total Quality of Recovery, TQR) und Wohlbefinden aus; an separaten Terminen fuhren sie zusätzlich ein 20-km-Zeitfahren. Ergebnis: Die absolute Leistung während des HIIT unterschied sich zwischen den Phasen kaum, die auf die individuelle Critical Power normierte relative Leistung war in der LFP aber höher (p < 0,05); Herzfrequenz und %HFmax unterschieden sich nicht. Beim 20-km-Zeitfahren war die Fahrzeit in der LFP kürzer als in der LLP. Der größte Unterschied zeigte sich jedoch bei der Erholung: Die Erholungsqualität (TQR) war in der LFP sowohl nach dem HIIT (Effektstärke 1,00) als auch nach dem Zeitfahren (Effektstärke 0,89) deutlich höher als in der LLP (p < 0,05 für beide Vergleiche).
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