PMP Early Bird Ride – KW 39

PMP EARLY BIRD RIDE · Redaktionsstand 26.09.2026
PMP Coaching · Radsport · Training · Ernährung · Technik
PMP Coaching
KW 39 · Sonntag, 27.09.2026
Redaktionsstand · 26.09.2026, ca. 10:10 Uhr
PMP Coaching presents
PMP
Early Bird Ride
Die Radsport-Woche zum Frühstück.

Early Bird Ride

+++ Diese Ausgabe +++ Rad-WM Montreal · Krämpfe im Radsport · Amateur-vs-Profi-Taktik · Kohlenhydrat-Aufladen · Shimano SPD-SLR · Kopfkino im Kopf
Aufmacher Training Ernährung Technik PMP Original Mental
Nahaufnahme eines Fußes im Klickpedal während der Fahrt, keine erkennbare Person im Bild
Training / Wissenschaft
Wenn die Beine im Rennen plötzlich nicht mehr mitmachen
Foto: Ricardo IV Tamayo / Unsplash · Unsplash License (frei nutzbar, keine Zuschreibung erforderlich)
Aufmacher Originalstudie

Krämpfe im Rennen sind kein Mineralstoff-Zufall – so verteilt sich das Risiko wirklich

Eine Auswertung von Vorab-Fragebögen von 21.460 Teilnehmer:innen der Cape Town Cycle Tour zeigt: Fast jede:r Dritte hat schon einmal einen belastungsbedingten Muskelkrampf erlebt – und fast zwei Drittel aller Krämpfe treten erst im letzten Renndrittel auf.

Eine große Erhebung unter Teilnehmer:innen der Cape Town Cycle Tour (109 km, Einmalrennen) wertete Vorab-Fragebögen von 21.460 Radfahrer:innen aus (60 % aller Meldungen dieses Jahrgangs). Ergebnis: 30,51 % (95%-KI 29,8–31,3) berichteten, in ihrem Radsportleben schon einmal einen belastungsbedingten Muskelkrampf (Exercise-Associated Muscle Cramp, EAMC) gehabt zu haben; die Jahresinzidenz lag bei 18,6 %. Als unabhängige Risikofaktoren (adjustiert für Alter und Geschlecht) identifizierten die Autor:innen unter anderem: mehr Jahre als Hobbyradsportler:in (Prävalenzratio 1,03 pro 5 Jahre), eine höhere Zahl chronischer Erkrankungen (PR 1,36 pro 2 zusätzliche Diagnosen), Allergien (PR 1,18), Medikamenteneinnahme vor/während des Rennens (PR 1,41) sowie akute (PR 1,29) und graduell einsetzende Überlastungsschäden (PR 1,30) – jeweils p < 0,0001. Am häufigsten betroffen war der Quadrizeps (47,7 % der Krämpfe), und 63,4 % aller Krämpfe traten erst im letzten Renndrittel auf.

PMP-Einordnung · Coaching-PerspektiveDie Studie ist eine Querschnittsanalyse eines einzelnen Eintagesrennens auf Basis von Selbstauskunft vor dem Start – sie zeigt Zusammenhänge, keine Ursache-Wirkungs-Kette, und lässt sich nicht 1:1 auf andere Renndistanzen oder -formate übertragen. Trotzdem ein nützliches Muster: Wer öfter Krämpfe hat, hat meist schon eine Vorgeschichte aus Überlastung, vielen Jahren im Sattel oder Vorerkrankungen – nicht einfach „zu wenig Magnesium gegessen“. Dass fast zwei Drittel der Krämpfe erst im letzten Renndrittel auftreten, spricht eher für Ermüdung und Pacing als für reinen Mineralstoffmangel. Was im akuten Fall wirklich hilft, ordnet unser neuer Wissensblog-Beitrag ein (siehe PMP Original).
PMP Wissen: Krämpfe im Radsport: Warum sie kommen – und was wirklich hilft
Quelle: Brazilian Journal of Physical Therapy, Vol. 30, Issue 2 (2026) – Pohl, C.; Schwellnus, M.; Sewry, N.; Boer, P.; Jordaan, E.; Viljoen, C.

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BriefsWischen
Rad-WM Montreal

Reusser verteidigt WM-Zeitfahrtitel, Evenepoel macht Geschichte – dann steht das große WM-Finale an

Marlen Reusser (Schweiz) verteidigte am 20. September in Montreal ihren Weltmeistertitel im Einzelzeitfahren der Frauen (39,2 km): Nach zwischenzeitlichem Rückstand zog sie im zweiten Streckenabschnitt an Demi Vollering vorbei und gewann in 50:24,44 Std. vor Zoe Bäckstedt (Großbritannien, +40,11 Sek.) und Franziska Koch (Deutschland, +45,54 Sek.) – ausgerechnet an ihrem 35. Geburtstag. Bei den Männern schrieb Remco Evenepoel (Belgien) auf derselben Distanz Geschichte: Mit 44:53 Min. (+57 Sek. vor Filippo Ganna, +1:13 Min. vor Paul Seixas) ist er der erste Fahrer mit vier WM-Einzelzeitfahrtiteln in Folge und zieht damit mit den Karriere-Gesamtzahlen von Fabian Cancellara und Tony Martin gleich. Die Rad-WM in Montreal endet am 27. September mit den Straßenrennen der Elite-Frauen (180,4 km) und -Männer (273,7 km).

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In dieser Ausgabe

In dieser Ausgabe

Diese Ausgabe dreht sich um: Training (Renn-Taktik – was Erfahrung beim Pacing wirklich bringt), Ernährung (Kohlenhydrat-Aufladen vor dem großen Ziel), Technik (Shimanos neues Pedalsystem im Check) und Mentale Stärke (Kopfkino: wie viel Visualisierung wirklich bringt). Viel Spaß beim Lesen!

Training · Ernährung · Technik
03 StoriesWischen
Gruppe von Radfahrern von hinten auf einer Straße, keine erkennbaren Gesichter im Bild
Training
Foto: David Dvořáček / Unsplash · Unsplash License (frei nutzbar, keine Zuschreibung erforderlich)
Training · Originalstudie

Warum Amateure im Rennen so viel mehr Zeit verlieren als Profis – und es nicht nur an der Form liegt

Fünf Elite-Profis (23,4 ± 2,3 Jahre, ≥3 Jahre UCI-Erfahrung, ca. 23.539 km/Jahr) und fünf Amateure (36,4 ± 3,7 Jahre, Einstieg in den Radsport erst mit 26+, ca. 12.801 km/Jahr) wurden bei der fünftägigen UCI Tour of Lithuania (870,2 km, 4.039 Hm) begleitet: Labortest einen Monat vor dem Rennen (VO₂peak, Effizienz, Spitzenleistung, Sprint), dazu Leistungs-, Herzfrequenz- und GPS-Daten während des Rennens sowie eine Videoanalyse des taktischen Verhaltens (zwei unabhängige Rater, Übereinstimmung > 85 %). Ergebnis: Amateure hatten wie erwartet ein niedrigeres VO₂peak und eine niedrigere Critical Power (Effektstärke 1,68–2,37) – sie verbrachten aber auch deutlich mehr Zeit oberhalb ihrer eigenen Critical-Power-Schwelle (Effektstärke 2,09–3,25) und fuhren als Team eine homogenere, weniger rollenspezifische Leistungsverteilung (Effektstärke 0,49–1,82) als die Elite-Gruppe mit ihrem polarisierten, rollenspezifischen Einsatzprofil. Am Ende lag der Elite-Teamleader unter den Top 10 (rund 1 Minute Rückstand auf den Sieger), die Amateure landeten im hinteren Feld (mehr als 9 Minuten zurück; Effektstärke 1,39 für den Gesamtabstand).

PMP ACADEMY · PASSEND DAZURace Planner – Direkt verknüpft mit der Pacing-/Taktik-Story dieser Ausgabe – der Race Planner adressiert genau die Energie- und Pacingfehler, die laut Studie Amateure Zeit kosten.
PMP-PraxisDie Stichprobe ist winzig (5 gegen 5, ein einziges Rennen) – das schränkt die Übertragbarkeit deutlich ein. Trotzdem ein plausibler, praktischer Hinweis: Wenn du bei Jedermannrennen oder Gran Fondos regelmäßig „zu hart“ im mittleren Rennabschnitt fährst und dir am Ende die Körner fehlen, ist das oft kein reines Formdefizit, sondern ein Pacing-Problem. Genau dafür ist unser Race Planner in der Academy gedacht (siehe PMP Original) – er hilft dir, deine Energie über die gesamte Distanz statt nur für den nächsten Anstieg einzuteilen.

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Schüssel Granola mit Joghurt und Blaubeeren, keine Person im Bild
Ernährung
Foto: Matilda Jarl / Unsplash · Unsplash License (frei nutzbar, keine Zuschreibung erforderlich)
Ernährung · Meta-Analyse

Kohlenhydrat-Aufladen wirkt zuverlässig – nur die Datenlage bei Frauen ist noch dünn

Eine systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse wertete 30 Studiengruppen aus 22 Radsport-Untersuchungen aus (insgesamt 319 Teilnehmende, davon 271 Männer und 48 Frauen). Nach glykogenentleerendem Training und anschließend 3–5 Tagen hochdosierter Kohlenhydratzufuhr (im Schnitt 465–875 g/Tag bzw. 6,6–12,4 g/kg Körpergewicht) stieg der Muskelglykogengehalt bei Radsportler:innen im Mittel um 269,7 ± 29,2 mmol/kg Trockengewicht (95%-KI 212,4–327,0; p < 0,001). Je höher der Kohlenhydratanteil an der Gesamtenergiezufuhr, desto größer der Glykogenanstieg (p < 0,001); die absolute Kohlenhydratmenge in Gramm zeigte dagegen keinen signifikanten Zusammenhang (p = 0,177). Bei separater Auswertung nach Geschlecht war der Anstieg bei Männern deutlich größer als bei Frauen (294,3 ± 32,0 vs. 151,6 ± 70,9 mmol/kg; je p < 0,05 innerhalb der Gruppe, n = 168 Männer vs. n = 32 Frauen).

PMP WISSEN · PASSEND DAZUSpeicher leer? So füllst du deine Glykogenspeicher bis zum nächsten Tag wieder auf – Direkter thematischer Match: Der PMP-Artikel übersetzt genau die Glykogen-Aufladung-Frage, die die Meta-Analyse mit konkreten mmol/kg-Werten beziffert, in die Praxis.
PMP-PraxisDie Autor:innen weisen selbst darauf hin: Nur 5 der 22 eingeschlossenen Radsport-Studien untersuchten Frauen gesondert, mit sehr ungleicher Gruppengröße (32 vs. 168) – der augenscheinlich kleinere Effekt bei Frauen könnte also auch an der dünneren Datenlage liegen, nicht zwingend an echter Physiologie. Für die Praxis bleibt die Kernbotschaft unabhängig vom Geschlecht: Willst du vor einem Radmarathon oder einer langen Ausfahrt maximal aufgeladen an den Start gehen, brauchst du nicht nur viele Kohlenhydrate in Gramm, sondern vor allem einen hohen Kohlenhydrat-Anteil an deiner Gesamternährung über mehrere Tage – zu viel Fett oder Protein daneben bremst die Einlagerung aus.

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Nahaufnahme eines Fahrradpedals mit eingeklicktem Schuh, keine Person erkennbar im Bild
Technik & Equipment
Foto: Alexas_Fotos / Unsplash · Unsplash License (frei nutzbar, keine Zuschreibung erforderlich)
Technik · Herstellerinfo

Shimano baut sein komplettes Renn-Pedalsystem neu – und wechselt bewusst die Kompatibilität

Shimano hat mit SPD-SLR ein komplett neues Renn-Pedalsystem vorgestellt, das nicht mit dem bisherigen SPD-SL kompatibel ist – weder Pedale noch Cleats. Laut offizieller Produktseite sinkt die Stack-Height um 2,3 mm (plus 0,7 mm durch die neue Schuhsohle), der Eingriffswinkel verengt sich von 15,5° auf 10,5°, und die leichteste Cleat-Variante (CL-SL120) wiegt mit 55 g bis zu 22 % weniger als das bisherige SPD-SL-Pendant. Beim Spitzenmodell Dura-Ace PD-R9300 gibt Shimano eine um 11 % höhere Achssteifigkeit sowie 53 % weniger Rollwiderstand gegenüber dem bisherigen Ultegra-Pedal PD-R8200 an; die Cleat-Feinjustierung erfolgt künftig über den Schuh statt über das Cleat selbst (außer beim Modell CL-SL130). Parallel erscheinen mit den S-Phyre-Modellen SH-RC910 und SH-RC810 zwei neue Rennschuhe.

PMP-Praxis53 % weniger Rollwiderstand am Pedal ist eine beeindruckende Herstellerzahl – aber Rollwiderstand am Pedal ist nur ein sehr kleiner Teil deines Gesamtwiderstands unterwegs. Für die meisten Hobbyfahrer:innen bringt eine bessere Aero-Sitzposition oder zwei zusätzliche Schwelleneinheiten pro Woche spürbar mehr als ein neues Pedalsystem. Ein Wechsel lohnt sich vor allem, wenn dein aktuelles Setup ohnehin ausgetauscht werden muss oder du gezielt auf minimale Detailgewinne aus bist.

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PMP Satz der Woche
„Mentale Stärke zeigt sich nicht in dem Moment, in dem alles nach Plan läuft. Sie zeigt sich in der Sekunde, in der du merkst: der Plan war zu optimistisch – und du trotzdem weiterfährst.“PMP Coaching · redaktionelle Einordnung
Bergspiegelung in ruhigem See bei Sonnenaufgang, keine Person im Bild
Mentale Stärke
Foto: Emma Swoboda / Unsplash · Unsplash License (frei nutzbar, keine Zuschreibung erforderlich)
Mentale Stärke

Kopfkino wirkt – aber nicht bei jedem gleich stark, zeigt die bisher größte Auswertung dazu

Eine Bayes'sche Multilevel-Meta-Analyse fasste 24 randomisiert-kontrollierte Studien mit insgesamt 1.294 Athlet:innen (623 Männer, 375 Frauen, 296 ohne Geschlechtsangabe) aus Sportarten wie Tennis, Basketball, Fußball, Schwimmen, Turnen, Golf, Volleyball, Badminton, Laufen, Gewichtheben und Rugby zusammen. Ergebnis: Mentales Training per Imagery (systematisches Visualisieren von Bewegungsabläufen und Wettkampfsituationen) verbesserte die psychische Verfassung von Athlet:innen insgesamt deutlich (SMD 0,50; 95%-KI 0,34–0,66; Bayes-Faktor 17,16) – mit den stärksten Einzeleffekten bei Selbstwirksamkeit (SMD 1,36), Selbstvertrauen (SMD 0,62) und Angstreduktion (SMD 0,52). Als günstigste Dosierung ermittelten die Autor:innen rund 45 Minuten Imagery-Training pro Woche über 100 Tage. Individualsportarten profitierten stärker als Mannschaftssportarten, erfahrene/Elite-Athlet:innen stärker als Amateur:innen – und der Effekt fiel bei weiblichen Athletinnen insgesamt schwächer aus als bei männlichen.

PMP-EinordnungWichtige Einschränkung: Keine der 24 eingeschlossenen Studien untersuchte explizit Radsportler:innen – die Übertragbarkeit auf lange Rennen oder Zeitfahren ist eine plausible Extrapolation, kein direkter Beleg. Auch die Autor:innen selbst räumen ein: wenige Studien insgesamt, unklares Verblindungsrisiko in über 80 % der Arbeiten, und der schwächere Effekt bei Frauen könnte an der dünneren Studienlage liegen statt an echten Unterschieden. Trotzdem ein guter Anstoß: Wenn du vor einem wichtigen Rennen ohnehin schon öfter den Start oder eine schwere Passage im Kopf durchspielst, tust du im Kleinen bereits das, wofür diese Auswertung eine erstaunlich klare Dosis-Empfehlung liefert.

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PMP Original

Weiterlesen & direkt ausprobieren

Fester Bestandteil jeder Ausgabe: ein ausgewählter Beitrag aus dem PMP Wissensblog plus ein praktisches Tool aus der PMP Academy.

PMP OriginalWischen
Aus dem PMP Wissensblog · Neu (24.09.2026)

Krämpfe im Radsport: Warum sie kommen – und was wirklich hilft

Am 24.09.2026 neu im PMP Wissensblog: Der Artikel widerspricht der verbreiteten Annahme, Krämpfe seien in erster Linie ein Magnesium- oder Elektrolytproblem. Stattdessen beschreibt er ein multifaktorielles Modell: Unter lokaler muskulärer Ermüdung verschiebt sich das Verhältnis von erregenden und hemmenden Nervensignalen, die Erregbarkeit der Motoneurone steigt – und ein Muskel kann unwillkürlich verkrampfen, ohne dass der ganze Körper an Elektrolyten leidet. Ein Cochrane-Review von 2020 fand laut Artikel keine randomisiert-kontrollierten Studien speziell zu Magnesium bei belastungsbedingten Muskelkrämpfen – ein vorbeugender Effekt gilt als nicht belegt. Interessant: In einer Laborstudie von Miller et al. (2010) verkürzte Gurkenwasser („Pickle Juice“) elektrisch ausgelöste Krämpfe im Schnitt um rund 49 Sekunden gegenüber Wasser – vermutlich über einen sensorisch-neuralen Reflex aus Mund und Rachen, nicht über die Elektrolytaufnahme, da sich die Blutwerte kaum veränderten. Akut empfiehlt der Artikel: Belastung sofort reduzieren, bei Bedarf sicher absteigen, den betroffenen Muskel sanft und statisch dehnen bis der Krampf nachlässt, und danach vorsichtig weiterfahren – mit einem ehrlichen Blick auf Pacing und Fueling der laufenden Einheit.

RegenerationDeep DiveKrämpfe
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Academy Tool der Woche

Race Planner

Neu verlinkt in dieser Ausgabe: Der Race Planner führt dich durch sechs Schritte – Rennformat (Radmarathon, Jedermannrennen, Gravel, Ultra, Zeitfahren oder freie Tour), Ziel und Erfahrungslevel, Leistungsdaten (FTP, Gewicht, optional VO₂max), Streckenmerkmale (Dauer, Höhenmeter, Verpflegungsstellen, Temperatur), Ernährungspräferenzen sowie individuelle Werte wie Schweißrate und Koffeintoleranz. Daraus entstehen eine Pacing-Richtung, Kohlenhydrat-/Flüssigkeits-/Natrium-Bereiche, ein Renn-Spickzettel, eine Koffein-Strategie sowie ein Plan B für den Ernstfall – ausdrücklich als Orientierung auf Basis konservativer sportwissenschaftlicher Bereiche, nicht als starre Vorgabe.

6 SchrittePacing · FuelingSofort-Auswertung
Race Planner öffnen →
Quick Reads · Vier Rubriken, vier Zahlen
Quick ReadsWischen
Training

23.539 vs. 12.801 km

So groß war der Unterschied im jährlichen Trainingsumfang zwischen den Elite- und Amateur-Radsportler:innen der Taktik-Studie dieser Ausgabe – Erfahrung und Streckenkilometer schlagen sich direkt in Pacing und Renntaktik nieder.

Ernährung

294 vs. 152 mmol/kg

So unterschiedlich stark stieg der Muskelglykogengehalt bei Männern und Frauen nach Kohlenhydrat-Aufladen in der Meta-Analyse dieser Ausgabe – bei nur 32 untersuchten Frauen gegenüber 168 Männern.

Technik

−53 %

So viel weniger Rollwiderstand gibt Shimano für sein neues Dura-Ace-Pedal PD-R9300 gegenüber dem bisherigen Ultegra-Modell an – eine Herstellerangabe, kein unabhängiger Test.

Mentale Stärke

45 Min. · 100 Tage

Diese Dosierung von Imagery-Training pro Woche über 100 Tage war in der bislang größten Auswertung dazu mit den besten mentalen Effekten verbunden – allerdings ohne radsportspezifische Studien in der Datenbasis.

Science-Fact der Ausgabe
63,4 %
So viele der erfassten Krämpfe in der großen Cape-Town-Cycle-Tour-Erhebung dieser Ausgabe traten erst im letzten Renndrittel auf – ein Hinweis auf Ermüdung und Pacing, nicht nur auf Mineralstoffe.
Was wir beobachten

Die Rad-WM in Montreal geht morgen mit den Straßenrennen zu Ende

Nach den Zeitfahren steigen am 27. September in Montreal die letzten beiden Titelentscheidungen dieser Rad-WM: das Straßenrennen der Elite-Frauen (180,4 km) und der Elite-Männer (273,7 km). Bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe (Samstag) lagen naturgemäß noch keine Ergebnisse vor – beide Rennen liegen nach unserem Cutoff. Wer selbst hinreisen will: Laut Veranstalterangaben gibt es an weiten Teilen der Strecke rund um Québec und Montreal freien Zuschauerzugang.

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Ausblick / Kalender

Ausblick · Termine zum Selberfahren

3.10.2026 LILA LOGISTIK Charity Bike Cup, Ditzingen-Heimerdingen: Laut Veranstalter nur noch rund 9 freie Plätze in der LILA TOUR (Stand dieser Ausgabe, abhängig von Shirtgrößen) – wer mitfahren will, sollte sich zügig anmelden. 25.10.2026 Pannonia Gravel, Winden am See (Burgenland/Österreich): Zwei Streckenlängen zur Wahl, 40 km/600 Hm oder 73 km/1.150 Hm, Start 10:00 Uhr; seit 1. September gilt die höhere Nenngeld-Stufe.

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So liest du den Early Bird Ride

Fakt, Evidenz und Meinung bleiben getrennt

Offizielle Meldung: Ergebnis, Termin oder Entscheidung aus Primärquelle.

Originalstudie: wissenschaftlicher Befund mit Stichprobe und Limitationen.

PMP-Einordnung: praktische Interpretation aus Coaching-Sicht – ausdrücklich nicht als Studienergebnis verkauft.

Technik: Herstellerclaims und erste Tests werden als solche gekennzeichnet.

Quellen dieser Ausgabe

  1. Brazilian Journal of Physical Therapy, Vol. 30, Issue 2 (2026) – Pohl, C.; Schwellnus, M.; Sewry, N.; Boer, P.; Jordaan, E.; Viljoen, C.: „Independent risk factors associated with a history of exercise associated muscle cramps (EAMC) among 21460 cycling race entrants (SAFER XXXVI): a descriptive cross-sectional study“, 2026-03-01 – www.rbf-bjpt.org.br
  2. Cyclingnews (ergänzend: CBC Sports und Cyclingnews-Bericht zum Männer-Zeitfahren, Remco Evenepoel): „Road World Championships: Marlen Reusser storms to victory in elite women's time trial, catching Demi Vollering en route to second straight title“, 2026-09-20 – www.cyclingnews.com
  3. Frontiers in Physiology, Vol. 17 (2026) – Cesanelli, L.; Conte, D.; Ylaitė, B.; Rønnestad, B.R.; Lagoutte, T.; Venckūnas, T.; Zambolin, F.: „Physical performance and tactical experience: determinants of competition outcomes in amateur vs. elite cyclists – a descriptive study from the UCI tour of Lithuania“, 2026-02-12 – www.frontiersin.org
  4. Frontiers in Physiology (2025) – Solem, K.; Clauss, M.; Jensen, J.: „Glycogen supercompensation in skeletal muscle after cycling or running followed by a high carbohydrate intake the following days: a systematic review and meta-analysis“, 2025-08-18 – www.frontiersin.org
  5. Shimano (offizielle Produktseite); ergänzend road.cc, 17.09.2026: „The Story Behind Shimano's SPD-SLR Pedals“, 2026-09-17 – bike.shimano.com
  6. Frontiers in Psychology, Vol. 16 (2025) – Zhang, X.; Zhao, S.; Ng, S.; Liu, Y.; Liang, T.; Lao, C.I.; Ning, Z.: „Optimal dosage and effectiveness of imagery practice on athletes' mental health: a Bayesian multilevel meta-analysis“, 2025-08-08 – www.frontiersin.org
  7. PMP Coaching: „Krämpfe im Radsport: Warum sie kommen – und was wirklich hilft“, 2026-09-24 – pmp-coaching.de
  8. PMP Coaching Academy: „Race Planner“ – pmp-coaching.de
  9. UCI / Wikipedia (Streckenlängen und Terminplan): „2026 UCI Road World Championships – Schedule“ – en.wikipedia.org
  10. LILA LOGISTIK Charity Bike Cup / radmarathon.at (Pannonia Gravel): „Anmeldeseiten der Veranstalter“ – charity-bike-cup.de
PMP EARLY BIRD RIDE · Quelle vor Tempo. Einordnung vor Hype. Praxis vor Buzz.
Ausgabe: KW 39 · Sonntag, 27.09.2026 · Status: PENDING_APPROVAL – wartet auf Freigabe von Torsten.

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