Krämpfe im Rennen sind kein Mineralstoff-Zufall – so verteilt sich das Risiko wirklich
Eine Auswertung von Vorab-Fragebögen von 21.460 Teilnehmer:innen der Cape Town Cycle Tour zeigt: Fast jede:r Dritte hat schon einmal einen belastungsbedingten Muskelkrampf erlebt – und fast zwei Drittel aller Krämpfe treten erst im letzten Renndrittel auf.
Eine große Erhebung unter Teilnehmer:innen der Cape Town Cycle Tour (109 km, Einmalrennen) wertete Vorab-Fragebögen von 21.460 Radfahrer:innen aus (60 % aller Meldungen dieses Jahrgangs). Ergebnis: 30,51 % (95%-KI 29,8–31,3) berichteten, in ihrem Radsportleben schon einmal einen belastungsbedingten Muskelkrampf (Exercise-Associated Muscle Cramp, EAMC) gehabt zu haben; die Jahresinzidenz lag bei 18,6 %. Als unabhängige Risikofaktoren (adjustiert für Alter und Geschlecht) identifizierten die Autor:innen unter anderem: mehr Jahre als Hobbyradsportler:in (Prävalenzratio 1,03 pro 5 Jahre), eine höhere Zahl chronischer Erkrankungen (PR 1,36 pro 2 zusätzliche Diagnosen), Allergien (PR 1,18), Medikamenteneinnahme vor/während des Rennens (PR 1,41) sowie akute (PR 1,29) und graduell einsetzende Überlastungsschäden (PR 1,30) – jeweils p < 0,0001. Am häufigsten betroffen war der Quadrizeps (47,7 % der Krämpfe), und 63,4 % aller Krämpfe traten erst im letzten Renndrittel auf.


