Rad am Ring Rundenzeiten Deep Dive: Solo, Teams, Altersklassen & Frauen

PMP Coaching – Physical & Mental Performance
Rad am Ring 24h · Deep Dive 2026

Wie schnell ist schnell bei Rad am Ring?

Der große Vergleich für Solo, 2er-, 4er- und 8er-Teams – getrennt nach Männer- und Frauenwertung, mit allen offiziellen Altersklassen und einer ehrlichen Antwort auf die wichtigste Frage: Was sagt deine Rundenzeit wirklich aus?

Stand: 5. August 2026 · Grundlage: aktuelles Reglement, offizielle Ergebnisse 2026, offizielle Streckendaten und ausgewählte Forschung zum 24-Stunden-Radsport.

Die kurze Antwort: Eine einzelne Rundenzeit ist bei Rad am Ring nur innerhalb eines passenden Bezugsrahmens sinnvoll. Eine 45-Minuten-Runde im 8er-Team, eine 45-Minuten-Runde im 2er-Team und eine 45-Minuten-Runde nach 18 Stunden solo sind drei völlig unterschiedliche Leistungen.

1. Was die Daten zeigen – und was nicht

Rad am Ring lädt zu schnellen Vergleichen ein. Fast jeder kennt seine beste Runde. Viele kennen auch ihre durchschnittliche Zeit oder die Zahl der gefahrenen Runden. Genau deshalb funktionieren Tabellen und Grafiken so gut: Du kannst dich sofort einordnen.

Der Haken: Die öffentlich sichtbare Zahl ist oft gröber als die sportliche Realität. Eine offizielle Ergebnisliste beantwortet zuverlässig, wer in welcher Wertung wie viele Runden gefahren ist. Sie erklärt aber nicht automatisch, wie die Runden innerhalb eines Teams verteilt wurden, wie lang die Pausen waren, wie viel Windschatten genutzt wurde, ob eine Runde neutralisiert war oder wie sich Wetter und Streckenverkehr verändert haben.

Die Datengrundlage dieses Artikels

  • Offizielle Streckendaten: rund 26 Kilometer, rund 560 Höhenmeter und 92 Kurven pro Runde.
  • Aktuelles Reglement mit allen Wertungen, Männer-/Frauenklassen und Altersklassen.
  • Offizielle vorläufige Gesamtergebnisse des 24h-Rennens vom 26. Juli 2026.
  • Ausgewählte wissenschaftliche Arbeiten zu Alter, Geschlecht, Pacing und Schlafmangel im Ultra-Cycling.
  • Coaching-Perspektive von PMP auf Pacing, Ermüdungsresistenz, Verpflegung und Teamstrategie.

Wichtige Grenze

Der vollständige dynamische Rundendatensatz mit allen Einzelrunden, Wechselzeiten und Altersklassenplatzierungen war für diese Auswertung nicht als sauber exportierbare Tabelle verfügbar. Deshalb findest du hier keine erfundenen Mediane, Perzentile oder vermeintlichen Durchschnittsrunden.

Die Grafiken zu 2026 zeigen ausdrücklich Siegerwerte der Gesamtwertungen. Sie sind keine Aussage darüber, was ein durchschnittlicher Teilnehmer fährt. Für eine echte Benchmark-Tabelle nach Altersklasse wären vollständige Lap-Daten, eine dokumentierte Bereinigung und die jeweilige Stichprobengröße nötig.

Das ist keine Schwäche des Artikels, sondern die Voraussetzung für eine saubere Einordnung. Eine präzise aussehende Zahl ist wertlos, wenn die Bezugsgruppe nicht stimmt.

2. Warum die Rad-am-Ring-Runde so schwer vergleichbar ist

Die 24h-Runde verbindet Grand-Prix-Strecke und Nordschleife. Offiziell sind es rund 26 Kilometer mit rund 560 Höhenmetern und 92 Kurven. Der Anstieg in Richtung Hohe Acht erreicht kurzfristig bis zu 17 Prozent. Gleichzeitig gibt es schnelle Abfahrten, technische Passagen, Gruppenbildung und wechselnde Verkehrsdichte.

Damit hängt deine Zeit nicht nur von deiner FTP oder deinem Körpergewicht ab. Entscheidend sind mindestens fünf Leistungsbereiche:

Die fünf Leistungsbereiche einer schnellen Runde

  1. Klettern: An der Hohen Acht und in den längeren Anstiegen zählt vor allem deine relative Leistung in W/kg.
  2. Aerodynamik: Auf schnellen Passagen und der Grand-Prix-Strecke wirken Sitzposition, Körpergröße, Material und Windschatten.
  3. Abfahrt und Kurventechnik: Mut allein ist keine Technik. Linienwahl, Bremsverhalten und Sicherheitsreserve beeinflussen die Zeit deutlich.
  4. Durability: Nicht nur deine frische Leistung zählt, sondern wie viel davon nach mehreren Stunden noch übrig ist.
  5. Organisation: Wechsel, Boxenzeit, Verpflegung, Kleidung und Beleuchtung entscheiden mit, wie viel der körperlichen Leistung überhaupt auf der Strecke ankommt.

Deshalb ist auch die Frage „Wie viel Watt braucht man für 45 Minuten?“ ohne genaue Annahmen nicht seriös zu beantworten. Auf der bergigen Runde ist W/kg die sinnvollere Hauptkennzahl. Selbst dann bleiben Systemgewicht, Aerodynamik, Fahrtechnik, Windschatten und Wetter offen. Absolute Watt wären nur mit einem klaren Referenzgewicht sinnvoll – beispielsweise 4,0 W/kg = 280 Watt bei 70 Kilogramm Körpergewicht.

3. Alle offiziellen Kategorien und Altersklassen

Die erste Differenzierung ist einfach: Solo, 2er-, 4er- oder 8er-Team. Danach folgt die Geschlechterwertung. Gemischte Teams werden laut aktuellem Reglement in der Männerwertung geführt.

Kategorie Männerwertung Frauenwertung Wichtige Einordnung
Solo Einzelfahrer Männer Einzelfahrerinnen Frauen Keine Ablösung durch Teammitglieder; Belastung und Pausen werden selbst gesteuert.
2er-Team Männer inklusive Mixed reines Frauenteam Hoher Belastungsanteil pro Fahrer, relativ kurze Erholung und häufige Wiedereinstiege.
4er-Team Männer inklusive Mixed reines Frauenteam Längere Erholung; einzelne Runden können deutlich intensiver gefahren werden.
8er-Team Männer inklusive Mixed reines Frauenteam Sehr lange Pausen möglich; die Einzelleistung ähnelt eher wiederholten harten Einsätzen.

Altersklassen für Solo-Fahrer

Bei Einzelfahrern wird direkt nach Geburtsjahr klassifiziert. Für die 2026 veröffentlichte Einteilung gelten folgende Bereiche:

Altersklasse Geburtsjahre Entspricht 2026 ungefähr
Männer/Frauen Jahrgang 1997 oder jünger bis 29 Jahre; Mindestalter für das 24h-Rennen beachten
Master 1 1987–1996 30–39 Jahre
Master 2 1977–1986 40–49 Jahre
Master 3 1967–1976 50–59 Jahre
Master 4 1966 oder älter 60 Jahre und älter

Altersklassen für Teams

Bei Teams zählt nicht das Alter des jüngsten oder ältesten Fahrers. Das Reglement verwendet das arithmetische Durchschnittsalter aller Teammitglieder. Das Alter wird als Veranstaltungsjahr minus Geburtsjahr berechnet – unabhängig davon, ob der Geburtstag bereits war.

Offizielle Altersklassen der 24h-Teams Fünf farbige Bereiche vom Durchschnittsalter bis 29 Jahre bis Master 4 ab 60 Jahren. Teamwertung nach Durchschnittsalter Alter = Veranstaltungsjahr minus Geburtsjahr · anschließend Mittelwert des Teams M/F bis 29 Master 1 bis 39 Master 2 bis 49 Master 3 bis 59 Master 4 ab 60 jüngeres Durchschnittsalter höheres Durchschnittsalter Wichtig: Diese Klassen ordnen das Alter – sie sind keine Leistungsprognose.

Grafik 1: Offizielle Altersklassen für 24h-Teams. Für Solo gelten die Geburtsjahrbereiche aus der Tabelle darüber.

Beispiel: Vier Fahrer sind 31, 37, 46 und 50 Jahre alt. Das Durchschnittsalter beträgt 41 Jahre. Das Team startet damit in Master 2 – unabhängig davon, welcher Fahrer die meisten Runden übernimmt.

4. Selbsttest: In welcher offiziellen Wertung startest du?

Rad-am-Ring-Wertung berechnen

Gib deine Kategorie, Teamart und die Geburtsjahre ein. Der Rechner bildet die 2026 veröffentlichte Klassifizierung ab. Er ersetzt bei späteren Veranstaltungen nicht den Blick ins aktuelle Reglement.

Bei Teams alle Geburtsjahre durch Komma trennen. Der Rechner erwartet genau so viele Angaben wie Fahrer in der gewählten Kategorie.
Dein Ergebnis erscheint hier.

5. Von der Rundenzeit zum Leistungsprofil

Die Rundenzeit beantwortet, was auf der Strecke herauskam. Sie erklärt aber nicht zuverlässig, warum. Zwei Fahrer können dieselbe Runde fahren und trotzdem völlig unterschiedliche Stärken und Limitierungen besitzen.

Genau hier ergänzt die PMP Leistungsprofil-Analyse in der Academy diesen Deep Dive. Während dieser Artikel zeigt, wo du mit deiner Rad-am-Ring-Leistung stehst, hilft dir die Leistungsprofil-Analyse zu verstehen, warum du dort stehst – und welche Stellschrauben für dein persönliches Ziel den größten Unterschied machen.

Die Analyse ordnet vorhandene Leistungsdaten zielabhängig ein. Sie berücksichtigt unter anderem Körpergewicht, Alter, Geschlecht, Trainingsumfang, Schwellenleistung beziehungsweise MLSS, VO₂max, VLamax, FatMax-Leistung und die im Training verträgliche Kohlenhydrataufnahme. Die Eingaben werden laut Academy ausschließlich im Browser verarbeitet und nicht gespeichert oder übertragen.

Deine Rundenzeit ist nur ein Teil der Geschichte

Vielleicht bist du 46 Minuten gefahren. Vielleicht 52. Vielleicht sogar unter 45 Minuten.

Die spannendere Frage lautet aber nicht nur: „War das schnell?“

Sondern: „Warum war ich genau so schnell?“

Denn zwei Fahrer können dieselbe Rundenzeit fahren und trotzdem völlig unterschiedliche Stärken und Schwächen haben. Der eine verliert Zeit an den Anstiegen. Der andere in den Abfahrten. Manche profitieren von einer hohen VO₂max. Andere bleiben auch nach vielen Stunden außergewöhnlich konstant. Wieder andere verschenken Minuten durch Pacing, Verpflegung, Wechsel oder Material.

Die Rundenzeit zeigt das Ergebnis. Dein Leistungsprofil erklärt die Ursache.

Interaktiver Vorcheck

Dein Rad-am-Ring-Leistungsprofil

Der Vorcheck berechnet nur direkt ableitbare Kennzahlen und zeigt, welche zusätzlichen Fragen deine Rundenzeit nicht beantwortet. Er verwendet bewusst keine erfundenen Leistungsnormen.

Nutze möglichst den diagnostisch bestimmten MLSS-Wert. Eine pauschal aus einem 20-Minuten-Test berechnete FTP ist nicht automatisch identisch.
Deine Einordnung erscheint hier.

Welche Kennzahl beantwortet welche Rad-am-Ring-Frage?

Kennzahl Was sie dir zeigt Relevanz bei Rad am Ring Was sie nicht erklärt
MLSS / Schwellenleistung ungefähre maximal dauerhaft stabilisierbare metabolische Belastung unter definierten Bedingungen Grundlage für Pacing, besonders bei längeren Anstiegen und wiederholten Stints Durability nach vielen Stunden, Fahrtechnik, Windschatten und Ernährung
W/kg am MLSS Schwellenleistung relativ zum Körpergewicht besonders relevant an der Hohen Acht und auf den bergigen Abschnitten Aerodynamik, Systemgewicht, Rollwiderstand und Abfahrtsgeschwindigkeit
VO₂max Größe des aeroben Leistungspotenzials Reserve für steile Abschnitte, Attacken, Gruppenanschlüsse und hohe Einzelrunden wie gut du dieses Potenzial an der Schwelle und nach Vorermüdung nutzt
VLamax glykolytische Leistungsfähigkeit und damit einen Teil deines Stoffwechselprofils beeinflusst, wie gut explosive Anforderungen und lange gleichmäßige Belastungen zu deinem Profil passen ist ohne Ziel, VO₂max und Schwellenbezug nicht als „gut“ oder „schlecht“ zu bewerten
FatMax-Leistung bei welcher Leistung die höchste Fettverbrennungsrate erreicht wird relevant für lange Belastungen, Energieökonomie und die Wahl einer nachhaltigen Intensität ersetzt keine konkrete Kohlenhydratstrategie
Trainingsumfang welche Belastungsbasis regelmäßig aufgebaut wird hilft, Ziele und Trainingshebel realistisch an Beruf und Familie anzupassen Qualität, Verteilung und individuelle Reaktion der Einheiten
verträgliche Kohlenhydrate pro Stunde welche Zufuhr du im Training praktisch tolerierst entscheidend für wiederholbare Leistung, besonders solo und im 2er-Team Flüssigkeits-, Natrium- und Temperaturbedarf

So kombinierst du beide Analysen

  1. Dieser Artikel: Ordne Kategorie, Altersklasse, Rennphase und Ergebnis ein.
  2. Vorcheck oben: Berechne W/kg und erkenne, welche Leistungsdaten für deine Kategorie besonders relevant sind.
  3. Academy: Lass dein vollständiges Profil zielabhängig auf „Ultra – 12 bis 24+ Stunden“ analysieren.
  4. Rennanalyse: Verbinde anschließend Diagnostikwerte mit echten Runden-, Leistungs-, Pacing- und Verpflegungsdaten.
Vollständige Leistungsprofil-Analyse starten
Wichtig: Auch die Academy-Analyse ist eine regelbasierte Kurzbewertung und ersetzt keine persönliche Diagnostikauswertung. Ihr Mehrwert liegt darin, mehrere Werte gemeinsam und passend zum Ziel zu betrachten – nicht darin, aus einer Zahl eine endgültige Leistungsnote zu machen.

6. Siegerwerte 2026 nach Kategorie und Geschlecht

Bei Rad am Ring 2026 nahmen laut Veranstalter 6.344 Fahrer am 24h-Rennen teil. Die folgenden Werte stammen aus der offiziellen Ergebniszusammenfassung vom 26. Juli 2026, Stand 15 Uhr.

Sieger-Rundenzahlen Rad am Ring 2026 Vergleich der Rundenzahlen der Sieger in Solo, 2er, 4er und 8er für Männer und Frauen. Sieger-Rundenzahlen 2026 Gesamtwertung · keine Durchschnittswerte des Starterfelds Männer / Mixed Frauen Solo 28 21 2er 31 26 4er 34 29 8er 34 26 Quelle: offizielle Ergebniszusammenfassung Rad am Ring, 26.07.2026.

Grafik 2: Rundenzahl der Sieger der acht Gesamtwertungen. Die Balken zeigen nicht die Verteilung innerhalb der Kategorie und nicht die typische Leistung eines Teilnehmers.

Wertung Sieger Runden Offiziell veröffentlichte Zeit
Solo Männer Simon Vitzthum 28 23:55:18
Solo Frauen Jael Kahler 21 23:46:28
2er Männer/Mixed WattGehtAb? 31 in der Ergebniszusammenfassung nicht genannt
2er Frauen Übersee-Watt 2 26 23:51:36
4er Männer/Mixed Team Strassacker/Benotti 34 in der Ergebniszusammenfassung nicht genannt
4er Frauen Wahoo Women 29 in der Ergebniszusammenfassung nicht genannt
8er Männer/Mixed RH77 Ledschends Factory Racing 34 24:00:48
8er Frauen AVIA Frauen 26 in der Ergebniszusammenfassung nicht genannt

Was diese Rundenzahlen ungefähr bedeuten

Multipliziert man die Rundenzahl rein rechnerisch mit den offiziellen Streckenangaben von rund 26 Kilometern und rund 560 Höhenmetern, entstehen folgende nominale Teamdistanzen. Das sind Näherungen, keine zentimetergenaue Vermessung der tatsächlich gefahrenen Linie.

Nominale Siegerdistanzen 2026 Aus den Sieger-Rundenzahlen und 26 Kilometern pro Runde berechnete ungefähre Gesamtdistanzen. Nominale Siegerdistanz 2026 Rundenzahl × ca. 26 km · gesamte Wertung, nicht pro Fahrer Solo Männer ca. 728 km Solo Frauen ca. 546 km 2er Männer/Mixed ca. 806 km 2er Frauen ca. 676 km 4er Männer/Mixed ca. 884 km 4er Frauen ca. 754 km 8er Männer/Mixed ca. 884 km 8er Frauen ca. 676 km

Grafik 3: Nominale Distanzen der Siegerwertungen. Rechenbasis: rund 26 Kilometer je Runde. Entsprechend ergeben sich beispielsweise für 28 Runden ungefähr 728 Kilometer und rund 15.680 Höhenmeter.

Die höchste Rundenzahl bedeutet nicht automatisch, dass die einzelnen Fahrer eines größeren Teams mehr Arbeit geleistet haben. Sie zeigt zunächst nur, wie viele Runden die gesamte Wertung beziehungsweise das Team absolvierte.

7. Solo gegen 2er, 4er und 8er: Warum gleiche Rundenzeiten nicht gleich sind

Genau hier liegt die größte Verzerrung einer einzigen, kategorienübergreifenden Rundenzeit-Skala. Mit zunehmender Teamgröße sinkt normalerweise der Anteil der Gesamtzeit, den jeder einzelne Fahrer auf dem Rad verbringt. Gleichzeitig werden die Pausen länger und einzelne Einsätze können intensiver gefahren werden.

Kategorie Was die Einzelleistung prägt Was eine schnelle Runde nicht zeigt Sinnvollste Hauptkennzahl
Solo 24-Stunden-Pacing, Pausenmanagement, Ernährung, Nacht, Ermüdungsresistenz Ob die Runde früh oder spät kam und wie hoch die Gesamtbelastung bereits war Rundenzahl plus Konstanz über den Rennverlauf
2er-Team Wiederholte längere Belastungen, begrenzte Erholung, gute Wechselroutine Wie gleichmäßig die Arbeit verteilt war und wie lang die Stints waren Teamrunden plus individuelle Stint-Konstanz
4er-Team Höhere Einzelintensität, längere Pause, Warm-up und erneuter Belastungseinstieg Ob ein Fahrer deutlich mehr oder weniger Runden fuhr Teamrunden plus individuelle Rundenqualität
8er-Team Sehr intensive Einzeleinsätze, lange Erholung, Organisation und Wechsel Wie gut die Leistung nach langer Pause und zu ungewöhnlichen Uhrzeiten abrufbar war Teamrunden plus Tempo je Einsatz

Ein Rechenmodell, keine Ergebnisanalyse

Um den Unterschied sichtbar zu machen, kann man die Sieger-Rundenzahl 2026 rein mathematisch gleichmäßig auf alle Teammitglieder verteilen. In der Realität fahren Teams nicht zwingend exakt gleich viele Runden. Das Modell zeigt trotzdem, warum ein 8er-Fahrer seine einzelne Runde nicht direkt mit einem Solo-Fahrer vergleichen sollte.

Rechnerische Runden pro Fahrer bei gleichmäßiger Aufteilung Die Sieger-Rundenzahlen 2026 werden durch die jeweilige Teamgröße geteilt. Runden pro Fahrer – rein rechnerisch Siegerwert ÷ Teamgröße · Annahme: exakt gleichmäßige Verteilung Männer / Mixed Solo 28,0 2er 15,5 4er 8,5 8er 4,25 Frauen Solo 21,0 2er 13,0 4er 7,25 8er 3,25

Grafik 4: Gedankenmodell auf Basis der Sieger-Rundenzahlen 2026. Die tatsächliche Verteilung kann abweichen. Die Grafik bewertet weder Fahrer noch Teams, sondern macht unterschiedliche Belastungsanteile sichtbar.

Ein 8er-Fahrer kann seine wenigen Einsätze deutlich näher an seiner individuellen Stundenleistung fahren. Ein Solo-Fahrer muss dagegen nicht nur die aktuelle Runde überstehen, sondern auch die nächsten zehn, fünfzehn oder zwanzig. Deshalb ist eine langsamere Solo-Runde nicht automatisch die schwächere sportliche Leistung.

Die faire Vergleichsregel

Vergleiche eine einzelne Rundenzeit zuerst innerhalb derselben Teamgröße, derselben Geschlechterwertung und einer ähnlichen Rennphase. Erst danach lohnt der Blick auf Alter, Wetter, Windschatten, Streckenverkehr und individuelle Rennstrategie.

8. Männer und Frauen richtig einordnen

Das Reglement trennt Männer- und Frauenwertungen. Bei Teams gilt: Mixed startet in der Männerwertung. Das ist für die Ergebnisliste eindeutig. Für eine sportwissenschaftliche Interpretation reicht die reine Gegenüberstellung der Sieger-Rundenzahlen aber nicht aus.

Die 2026 veröffentlichten Siegerwerte zeigen beispielsweise 28 zu 21 Runden solo, 31 zu 26 im 2er-Team, 34 zu 29 im 4er-Team und 34 zu 26 im 8er-Team. Diese Unterschiede darf man nicht einfach als „Leistungsabstand zwischen Männern und Frauen“ bezeichnen.

Warum der rohe Vergleich zu kurz greift

  • Die Zahl der gestarteten und konkurrenzfähigen Teams kann zwischen den Wertungen stark variieren.
  • Mixed-Teams werden der Männerwertung zugerechnet.
  • Die Leistungsdichte an der Spitze ist nicht automatisch gleich.
  • Teamaufstellung, Wechselstrategie und Rundenverteilung beeinflussen das Gesamtergebnis.
  • Eine Rundenzahl sagt nichts über Körpergewicht, absolute Leistung, W/kg, Aerodynamik oder Rennerfahrung.

Forschung aus anderen zeitlimitierten Ultra-Cycling-Rennen zeigt, dass Geschlechtsunterschiede mit Renndauer, Alter und untersuchter Stichprobe variieren können. Eine große Auswertung von 6-, 12- und 24-Stunden-Rennen fand bei 24 Stunden einen kleineren mittleren Unterschied als bei kürzeren Formaten. Eine ältere Untersuchung eines einzelnen draft-legalen 24-Stunden-Rennens kam zu anderen Größenordnungen. Das ist kein Widerspruch, sondern zeigt, wie stark Event, Zeitraum, Niveau und Auswertungsmethode das Ergebnis beeinflussen.

Saubere Schlussfolgerung: Wissenschaftliche Durchschnittswerte aus anderen Ultra-Cycling-Veranstaltungen sind Kontext – aber keine direkte Rad-am-Ring-Benchmark. Für belastbare Rad-am-Ring-Aussagen nach Geschlecht bräuchte man vollständige Ergebnis- und Rundendaten mehrerer Jahre, getrennt nach Kategorie und Altersklasse.

Für deine persönliche Einordnung ist deshalb die Platzierung innerhalb deiner offiziellen Wertung aussagekräftiger als ein pauschaler Vergleich mit dem schnellsten Team einer anderen Wertung.

9. Was das Alter im 24-Stunden-Rennen bedeutet

Im klassischen Radsport wird Alter schnell als Nachteil gelesen. Im Ultra-Cycling ist das Bild differenzierter. Mit zunehmendem Alter können maximale Sauerstoffaufnahme, Spitzenleistung und Erholungsfähigkeit abnehmen. Gleichzeitig wachsen bei vielen Fahrern Rennerfahrung, Pacing-Kompetenz, Verpflegungsroutine und mentale Stabilität.

Studien aus anderen Ultra-Cycling-Events fanden die schnellsten Leistungen häufig nicht nur bei sehr jungen Erwachsenen, sondern in breiten Bereichen der 30er-, 40er- und teilweise 50er-Jahre. Das bedeutet nicht, dass jeder ältere Fahrer automatisch ausdauernder ist. Es zeigt lediglich, dass 24-Stunden-Leistung nicht von einer einzigen physiologischen Kennzahl abhängt.

Was eine Altersklasse leisten kann

Sie schafft einen faireren sozialen Bezugsrahmen. Sie sagt dir, gegen wen du offiziell gewertet wirst. Sie sagt aber nicht automatisch, welche Rundenzeit du „fahren müsstest“.

Was für einen echten Altersklassen-Benchmark nötig wäre

  • vollständige Ergebnislisten über mehrere Jahre
  • ausreichende Fallzahlen je Altersklasse und Geschlecht
  • Trennung nach Solo, 2er, 4er und 8er
  • Bereinigung von DNS, DNF, Defekten und offensichtlich unvollständigen Teams
  • Wetter und Streckenbedingungen je Jahr
  • Verteilung statt nur Siegerwerte: Median, Quartile und Perzentile
  • bei Rundenzeiten zusätzlich die Rennphase und Zahl der Vorbelastungsrunden

Bis diese Datengrundlage vorliegt, wäre eine Tabelle wie „Master 3 fährt normalerweise 52 Minuten“ Scheingenauigkeit. Ein sinnvollerer Vergleich lautet: Wie stabil bleibt deine Leistung innerhalb deiner eigenen Kategorie und wie nah kommst du an dein realistisches Pacing-Ziel?

10. Erste Runde, Nacht und letzte Runde

Selbst innerhalb derselben Kategorie ist nicht jede Runde gleich. Die erste Runde startet mit frischen Beinen, hoher Aktivierung und vielen Fahrern auf der Strecke. In der Nacht verändern Dunkelheit, Temperatur, Müdigkeit, Sicht und Gruppendynamik das Rennen. Spät im Rennen entscheidet zunehmend die Fähigkeit, Leistung trotz Vorermüdung zu wiederholen.

Die erste Runde

Eine schnelle erste Runde kann Ausdruck hoher Leistungsfähigkeit sein. Sie kann aber auch von einer schnellen Gruppe und viel Windschatten profitieren. Vor allem bei Solo und 2er kann eine zu aggressive Eröffnung später teuer werden. Eine einzelne Bestzeit sagt deshalb wenig über die Qualität des gesamten Rennens.

Die Nacht

Schlafmangel verschlechtert Ausdauerleistung im Mittel. Eine systematische Übersichtsarbeit mit 31 Studien fand einen moderaten negativen Gesamteffekt, wobei längere Belastungen stärker betroffen waren. Die Studien waren allerdings keine Rad-am-Ring-Analyse und ein großer Teil hatte ein unklares Verzerrungsrisiko. Die praktische Botschaft bleibt: Nachtleistung ist nicht einfach Tagesleistung bei ausgeschaltetem Licht.

Die letzten Stunden

Hier wird Durability sichtbar: Wie viel deiner frischen Leistung ist nach vielen Stunden noch abrufbar? Ein Fahrer, der die letzte Runde nur wenig langsamer als seine typische Tagesrunde fährt, zeigt oft ein besseres Gesamtpacing als jemand mit spektakulärer Bestzeit und anschließendem massiven Einbruch.

Rennphase Typische Einflussfaktoren Faire Vergleichsfrage
erste Runden frische Beine, große Gruppen, hohe Motivation, möglicherweise zu hohes Anfangstempo War die Intensität für meine Kategorie und meinen geplanten Gesamtumfang sinnvoll?
Abend erste Ermüdung, Temperaturwechsel, Verpflegungsbilanz Bleibt mein Tempo stabil, ohne dass Leistungsspitzen unnötig hoch werden?
Nacht Dunkelheit, Kälte, Müdigkeit, kleinere Gruppen, längere Reaktionszeit Wie viel verliere ich durch Leistungsabfall – und wie viel durch Sicherheitsreserve?
Morgen kumulative Ermüdung, Schlafdefizit, Magen, Motivation, erneut mehr Verkehr Kann ich mein geplantes Tempo wiederholen oder nur noch reagieren?
letzte Runde Restenergie, Platzierung, Zeitfenster, taktische Entscheidung War mein Rennen so eingeteilt, dass die letzte Runde noch kontrolliert möglich war?

Wetter und Windschatten

Temperatur, Regen, Wind und Streckenhaftung können einzelne Jahrgänge schwer vergleichbar machen. Auch Windschatten ist auf der 26-Kilometer-Runde ein großer Faktor, aber nicht konstant verfügbar. Wer eine passende Gruppe findet, spart auf schnellen Abschnitten Energie. Wer allein fährt oder aus Sicherheitsgründen Abstand hält, kann bei gleicher körperlicher Leistung eine langsamere Runde fahren.

Deshalb sollte eine veröffentlichte Benchmark immer das Veranstaltungsjahr und möglichst die Wetterbedingungen nennen. Eine universelle Skala ohne Jahr und Kategorie wirkt einfach – ist aber fachlich zu grob.

11. So bewertest du dein eigenes Rennen

Die beste Analyse beginnt nicht mit der Frage „Wie schnell war meine schnellste Runde?“, sondern mit vier Ebenen.

Ebene 1: Offizielle Leistung

  • Welche Kategorie und Wertung?
  • Welche Altersklasse?
  • Wie viele Runden und welche Platzierung?
  • Gab es Defekte, Stürze, Neutralisationen oder organisatorische Probleme?

Ebene 2: Rundenqualität

  • beste Runde, Medianrunde und langsamste reguläre Runde
  • erste drei gegen letzte drei Runden
  • Tag gegen Nacht
  • Runden allein gegen Runden in einer passenden Gruppe

Ebene 3: Physiologische Belastung

  • Leistung in W/kg an den Anstiegen
  • Normalised Power beziehungsweise vergleichbare Belastungskennzahl
  • Herzfrequenzentwicklung bei ähnlicher Leistung
  • Leistungsabfall nach Vorermüdung
  • subjektives Belastungsgefühl und muskuläre Limitierung

Ebene 4: Ausführung

  • Verpflegung und Flüssigkeit
  • Boxen- und Wechselzeit
  • Kleidung, Licht und Material
  • Schlaf beziehungsweise Ruhe
  • Kommunikation im Team

Ein einfacher Durability-Check

Für Solo und 2er ist der Vergleich von früher und später Leistung besonders wertvoll. Nutze möglichst ähnliche Rundenbedingungen und vergleiche nicht blind die schnellste mit der langsamsten Runde.

Beispielrechnung:

Median der ersten drei regulären Runden: 50:00 Minuten
Median der letzten drei regulären Runden: 55:00 Minuten

Die späten Runden dauern 10 Prozent länger. Das ist zunächst nur eine Beschreibung, keine Bewertung. Erst mit Leistung, Herzfrequenz, Stopps, Nachtbedingungen und Verpflegung wird daraus eine brauchbare Diagnose.

Zwei hypothetische Fahrer

Fahrer A fährt im 4er-Team seine erste Runde in 43 Minuten und spätere Runden in 46 bis 48 Minuten. Fahrer B fährt solo seine Tagesrunden um 51 Minuten und bleibt in der Nacht sowie am Morgen meist zwischen 53 und 56 Minuten.

Wer ist stärker? Aus den Rundenzeiten allein lässt sich das nicht seriös beantworten. Fahrer A zeigt möglicherweise die höhere frische Einzelleistung. Fahrer B zeigt möglicherweise die bessere 24-Stunden-Durability und Ausführung. Beide Leistungen können innerhalb ihrer Aufgabe stark sein.

Die sinnvollste Selbstzuordnung

Deine Frage Passender Vergleich Unpassender Vergleich
Wie schnell ist meine einzelne Runde? gleiche Teamgröße, gleiche Rennphase, ähnliches Wetter Rundenrekord oder Bestzeit eines frischen 4er-/8er-Fahrers
Wie gut war mein Solo-Rennen? Rundenzahl, Platzierung, Konstanz, Stopps, späte Leistung nur die schnellste Runde
Wie gut war unser Team? Gesamtrunden, Wechsel, Verteilung, Tempo jedes Fahrers nur der schnellste Fahrer
Wie gut bin ich in meinem Alter? offizielle Altersklasse plus mehrjährige Verteilung pauschale Altersvorgabe ohne Stichprobe
Wie groß ist mein Potenzial? Leistungsdiagnostik, Durability, Pacing und Ausführungsfehler ein einzelner Rang oder eine einzelne Runde

12. Die häufigsten Denkfehler

Fehler 1: „Eine schnelle Runde ist ein gutes 24-Stunden-Rennen.“

Nein. Sie kann ein Teil davon sein. Bei Solo und 2er zählt vor allem, wie oft du ein sinnvolles Tempo wiederholen kannst.

Fehler 2: „4er und 8er verzerren den Vergleich nur ein bisschen.“

Der Unterschied ist grundlegend. Längere Erholungsphasen verändern die mögliche Intensität jeder Einzelrunde. Deshalb sollten diese Kategorien nicht in einer einzigen persönlichen Leistungsbewertung vermischt werden.

Fehler 3: „Die Siegerwerte zeigen, was ein guter Hobbyfahrer fahren sollte.“

Siegerwerte beschreiben die Spitze einer Wertung. Ohne Verteilung und Stichprobengröße sagen sie nichts darüber, wo der Median oder das obere Drittel liegt.

Fehler 4: „Frauen- und Männerwerte lassen sich als fester Prozentabstand ausdrücken.“

Nicht auf Basis eines einzelnen Jahrgangs und weniger Siegerwerte. Teilnehmerzahl, Leistungsdichte, Teamstruktur und Rennverlauf müssen berücksichtigt werden.

Fehler 5: „Ab 50 wird man automatisch deutlich langsamer.“

Alter beeinflusst Leistung, aber nicht isoliert. Trainingshistorie, Gesundheit, Erfahrung, Körpergewicht, Erholung und Ausführung können den Unterschied zwischen zwei gleich alten Fahrern deutlich stärker prägen als das Geburtsjahr allein.

Fehler 6: „Watt erklären die Rundenzeit.“

Auf den Anstiegen helfen W/kg. Auf schnellen Passagen zählen Aerodynamik und Windschatten. In Abfahrten zählen Technik und Sicherheitsreserve. Über 24 Stunden kommen Durability, Verpflegung und Organisation dazu.

13. Was du für dein nächstes Rad am Ring konkret mitnehmen kannst

  1. Definiere deinen Bezugsrahmen: Solo, 2er, 4er oder 8er; Männer/Mixed oder Frauen; Altersklasse.
  2. Plane nicht nach einer Traumrunde: Lege ein wiederholbares Tempo für deine Aufgabe fest.
  3. Bewerte W/kg und absolute Leistung getrennt: Bergauf ist relative Leistung zentral, auf schnellen Passagen zählt das Gesamtsystem.
  4. Trainiere den Wiedereinstieg: Im Team muss dein Körper nach einer Pause schnell wieder belastbar sein.
  5. Trainiere Durability: Solo und 2er brauchen nicht nur FTP, sondern stabile Leistung nach vielen Stunden.
  6. Teste Verpflegung und Material: Nicht am Rennwochenende improvisieren.
  7. Analysiere das Rennen nachher: Die größte Lernchance steckt oft nicht in der Platzierung, sondern in den Zeitverlusten und Leistungsabfällen.
Beruf. Familie. Training. Für Hobbyradsportler ist nicht entscheidend, möglichst viele Profieinheiten zu kopieren. Entscheidend ist, die begrenzte Trainingszeit so einzusetzen, dass genau die Anforderungen deiner Kategorie besser werden.

Torstens Einschätzung

Bei 24 Stunden zählt nicht die schnellste Runde, sondern wie oft du dein Tempo wiederholen kannst. Das gilt besonders solo und im 2er-Team. Eine spektakuläre erste Runde kann gut aussehen – sie kann aber auch der Anfang eines schlechten Rennens sein.

Im 4er- oder 8er-Team ist die Aufgabe anders. Dort darf die einzelne Runde deutlich näher an deinem Limit liegen. Dafür musst du nach längerer Pause wieder schnell leistungsfähig sein, nachts sauber fahren und deine Wechsel im Griff haben.

Deshalb würde ich zwei Fahrer nie nur über ihre Bestzeit vergleichen. Ich möchte wissen: In welcher Kategorie bist du gefahren? Wann kam die Runde? Wie sah deine Leistung an der Hohen Acht aus? Wie stark war dein Abfall? Wie viel Zeit standest du? Wie gut hat die Verpflegung funktioniert?

Erst dann wird aus einer Rundenzeit eine echte Leistungsanalyse.

Wie gut war dein Rennen wirklich?

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14. Fazit

Die Frage „Wie schnell ist schnell bei Rad am Ring?“ hat keine einzige richtige Zahl. Sie hat einen richtigen Vergleichsrahmen.

  • Solo, 2er, 4er und 8er sind unterschiedliche sportliche Aufgaben.
  • Männer/Mixed und Frauen werden getrennt gewertet.
  • Solo-Altersklassen richten sich nach Geburtsjahr; Team-Altersklassen nach dem Durchschnittsalter.
  • Siegerwerte zeigen die Spitze, nicht die Mitte des Feldes.
  • Erste Runde, Nacht und späte Runde dürfen nicht blind gleichgesetzt werden.
  • Rundenzeit, Rundenzahl, Konstanz, Leistung und Ausführung gehören zusammen.

Eine einfache Grafik kann dir eine erste Orientierung geben. Eine faire persönliche Bewertung beginnt dort, wo die Grafik aufhört.

FAQ: Rad am Ring Rundenzeiten und Wertungen

Was ist eine gute Rundenzeit bei Rad am Ring?

Ohne Kategorie, Rennphase und Bedingungen gibt es keine seriöse universelle Antwort. Vergleiche dich zuerst mit Fahrern derselben Teamgröße, Geschlechterwertung und einer ähnlichen Rennphase.

Kann ich meine 8er-Team-Runde mit einer Solo-Runde vergleichen?

Als Streckenzeit ja, als sportliche Gesamtleistung nur sehr eingeschränkt. Ein 8er-Fahrer hat normalerweise deutlich mehr Erholung zwischen den Einsätzen. Ein Solo-Fahrer muss das Tempo über viele weitere Runden absichern.

Wie werden Mixed-Teams gewertet?

2er-, 4er- und 8er-Mixed-Teams werden laut aktuellem Reglement in der Männerwertung geführt.

Wie wird die Altersklasse eines Teams berechnet?

Für jedes Teammitglied wird das Alter als Veranstaltungsjahr minus Geburtsjahr berechnet. Aus diesen Alterszahlen wird der arithmetische Mittelwert gebildet. Der Geburtstag innerhalb des Jahres spielt für diese Berechnung keine Rolle.

Sind die Grafiken Durchschnittswerte?

Nein. Die Ergebnisgrafiken zeigen die Sieger-Rundenzahlen der acht Gesamtwertungen 2026. Die Distanzgrafik rechnet diese Rundenzahlen mit rund 26 Kilometern je Runde um. Das Modell „Runden pro Fahrer“ teilt den Siegerwert rein mathematisch gleichmäßig durch die Teamgröße.

Warum gibt es keine Tabelle für jede Altersklasse?

Weil dafür vollständige, sauber auswertbare Rundendaten mit ausreichenden Fallzahlen nötig wären. Ohne diese Daten wären Median- und Perzentilwerte erfunden oder methodisch nicht überprüfbar. Der Artikel zeigt deshalb alle offiziellen Altersklassen, aber keine vorgetäuschten Leistungsgrenzen.

Wo kann ich Fragen zu Pacing, Ernährung oder Teamstrategie stellen?

Auf der PMP-Seite „Frag Dr. Cycling“ kannst du Fragen zu Rad am Ring direkt stellen.

Quellen und Methodik

  1. Rad am Ring: 24h-Radrennen – offizielle Streckenbeschreibung, Disziplinen und Eckdaten. radamring.de/de/disziplinen/24h-radrennen
  2. Rad am Ring: Reglement / AGB – offizielle Gesamtwertungen und Altersklasseneinteilung, abgerufen am 5. August 2026. radamring.de/de/agb-reglement
  3. Rad am Ring: „Großes Finale auf dem Nürburgring“, offizielle Ergebniszusammenfassung vom 26. Juli 2026, Stand 15 Uhr. Offizielle Meldung öffnen
  4. Rad am Ring: Ergebnisarchiv mit den offiziellen Ergebnisportalen seit 2009. Ergebnislisten öffnen
  5. Scholz et al.: Changes in Sex Difference in Time-Limited Ultra-Cycling Races from 6 Hours to 24 Hours. Medicina, 2021;57(9):923. PMID 34577846. PubMed
  6. Pozzi et al.: Sex and age-related differences in performance in a 24-hour ultra-cycling draft-legal event – a cross-sectional data analysis. BMC Sports Science, Medicine and Rehabilitation, 2014;6:19. PMID 24883191. PubMed
  7. Lopes et al.: How much does sleep deprivation impair endurance performance? A systematic review and meta-analysis. European Journal of Sport Science, 2023;23(7):1279–1292. DOI 10.1080/17461391.2022.2155583. PubMed
  8. PMP Coaching: PMP Academy – Leistungsprofil-Analyse. Das Tool berücksichtigt Datenquelle, Ziel, Körpergewicht, Alter, Geschlecht, Trainingsumfang, MLSS, VO₂max, VLamax, FatMax und Kohlenhydrataufnahme; die Verarbeitung erfolgt im Browser. Zur Leistungsprofil-Analyse
  9. PMP Coaching: Kostenloser Rad-am-Ring-Rennreport. Zur Analyse

Methodischer Hinweis: Offizielle Siegerwerte wurden unverändert aus der Veranstaltermeldung übernommen. Nominale Kilometer und Höhenmeter wurden mit rund 26 km und rund 560 hm pro Runde berechnet. Wissenschaftliche Studien stammen nicht von Rad am Ring und werden deshalb nur zur allgemeinen Einordnung verwendet. Es wurden keine fehlenden Altersklassenresultate, Durchschnittswerte oder Rundenverteilungen geschätzt.

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